Montag, September 01, 2014

75 Jahre danach...

wir haben das alles nicht gewusst!
So oder ähnlich klingen die Worte nach, die ich selbst zu den Ereignissen des Jahres 1939 von den damaligen Zeitzeugen der eigenen Familie oder aus dem Bekanntenkreis gehört habe.
Kriegsbeginn, das "Davor" und das "Mittendrin" und das "Danach" wurden immer mit dem Deckmäntelchen des "Wir wussten das alles nicht!" erklärt.
So wurde versucht zu relativieren was eigentlich auf der Hand lag. Die Unfähigkeit zu verantwortungsbewusstem Handeln.
Ja man hatte zu einer bestimmten Zeit die Wahl. Dann war gewählt und die Dinge nahmen ihren Lauf.
Wodurch unterscheidet sich das "Damals" vom "Heute"?
"Wir" hatten die Wahl.
"Die" hatten die Wahl.
"Jene" hatten auch die Wahl.
"Andere" hatten keine Wahl.
So stirbt es sich alternativlos in der Ukraine, ebenso im Irak, in Syrien, im Libanon, im Gaza-Streifen, in Lybien, in Mauretanien, in den von Ebola heimgesuchten Ländern Afrikas, in Mexico, in aller Herren Länder.
Ist es pures Glück, dass diese Region unseres Planeten noch immer im Auge des Sturms liegt oder ist es das Auge des Sturms selbst?

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Dienstag, März 18, 2014

zwischen gestern und morgen

...zeitreisen in eigene gelebte vergangenheit enden bei mir oft so, dass (im idealfall) ein gefühl der nähe und unmittelbarkeit zu den  in diesen reisen vorkommenden protagonisten empfunden wird.
so fängt ein reisebericht von mir mit den folgenden worten an: "
Wir hocken in der Zeitmaschine und sausen zurück in das Jahr 1982.
Vorgeschichte:Die Zeit Anfang der 80er Jahre war gezeichnet vom Geist der sich verändernden gesellschaftlichen und sozialen Bindungen. Mein Freundeskreis in und um Düsseldorf zerstreute sich in alle Winde. Andrea zog es nach Israel..."

nichts hat bestand, alles lebt durch und nur in der erinnerung. 
alle von mir für diese menschen aus der damalszeit empfundene nähe, hat jedoch eine zeit in der sie ihre daseinsberechtigung hat. - die damalszeit. - in der gegenwart kann all das nicht gelebt werden. es hat dort keinen raum.  so bleibt als quintessenz schlussendlich nur das, was sich mit einer winzigen ergänzung meines ursprungstextes am ende eines reiseberichts so liest:

"Mein wichtigster Freundeskreis in und um Düsseldorf zerstreute sich in alle Winde.“




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